Beispielgebend, Mut machend, solidarisch

Gratulation an Kristina Hänel, Natascha Nicklaus, Nora Szász zum Anne-Klein-Frauenpreis 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung

Bildnachweis: Urheber/in: Celebi Linden / Skripietz Fotografie. All rights reserved. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Heinrich-Böll-Stiftung

Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) gratuliert seinen Mitgliedern, Kristina Hänel, Natascha Nicklaus und Nora Szász, zum Anne-Klein-Frauenpreis 2019 sehr herzlich. Sie werden damit ausgezeichnet für ihren persönlichen Mut und ihren Einsatz für Frauenrechte. Kristina Hänel, Natascha Nicklaus, Nora Szász zeigen Stärke. Sie haben Zivilcourage, sie mobilisieren und aktivieren. Der AKF freut sich, dass ihr Engagement und ihre Leistungen durch die Verleihung des Anne-Klein-Preises 2019 Anerkennung und Wertschätzung finden.

Der AKF fordert mit ihnen die politisch Verantwortlichen,  Bundesjustizministerin Katarina Barley, Bundeskanzlerin Angela Merkel und die SPD – Vorsitzende Andrea Nahles, dringend auf, einen Gesetzentwurf zur Abschaffung des § 219a vorzulegen.

Wenn Frauen ungewollt schwanger sind, brauchen sie zuverlässige Informationen über die rechtliche Situation, Zugang zu und Informationen über Methoden des Schwangerschaftsabbruchs. Die Ärztinnen, Kristina Hänel, Natascha Nicklaus, Nora Szász, wehren sich öffentlichkeitswirksam gegen ihre Kriminalisierung wegen Verstoß gegen § 219a. Sie engagieren sich darüber hinaus für das Recht und die Möglichkeit von Frauen für eine selbstbestimmte Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft. Über ihre Vernetzung in Solidaritätsgruppen wie auch im bundesweiten Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) gelang es den Ärztinnen, eine wirksame Unterstützung für Frauenrechte und Menschenrechte zu mobilisieren.

Kristina Hänel, Natascha Nicklaus, Nora Szász waren und sind bereit, persönliche Nachteile wie Verleumdungen, Einschüchterung, eventuelle Vorstrafen und damit Berufsgefährdung, Zeitaufwand und Kosten in Kauf zu nehmen, um für Frauenrechte und sexuelle Selbstbestimmung, das Recht auf Informationsfreiheit, Berufsfreiheit und gegen selbsternannte Lebensschützer zu kämpfen.

Durch ihr Engagement engagieren sich bundesweit und in vielen Städten besonders Frauen, aber auch Männer. Sie gehen wieder lautstark für diese gefährdeten Rechte auf die Straße und verbreiten die Unterstützung über die sozialen Medien. Unterstützungskomitees, Diskussionsveranstaltungen, Interviews, Fernsehbeiträge und Blogs unterstreichen, dass viele Frauen und Männer den § 219a nicht mehr für zeitgemäß halten.

Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch
https://www.arbeitskreis-frauengesundheit.de/themen/schwangerschaftsabbruch-themenuebersicht/

Ansprechpartnerin
Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser, Vorsitzende, Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V., E-Mail: ingrid_muehlhauser@uni-hamburg.de

 

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