IQWiG-Entscheidungshilfe „Gebärmutter-Entfernung“

Für die chirurgische Entfernung der Gebärmutter können Frauen eine „zweite Meinung“ einholen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) stellt Frauen, denen die Entfernung der Gebärmutter empfohlen wird, eine Entscheidungshilfe für eine „zweite Meinung“ zur Verfügung. Hintergrund ist die Ende 2018 vom Gemeinsamen Bundesausschuss verabschiedete Richtlinie zur Umsetzung des im SGB V festgelegten Zweitmeinungsverfahrens. Danach müssen ÄrztInnen, die bestimmte planbare Operationen empfehlen, alle Patientinnen auf ihr Recht hinweisen, dass sie die Entscheidung für oder gegen die Entfernung der Gebärmutter noch einmal mit einer unabhängigen, besonders qualifizierten FachärztIn besprechen können.

Eine zweite Meinung kann sinnvoll sein, wenn es mehr als eine Behandlungsmöglichkeit gibt. ÄrztInnen beraten unterschiedlich. Das Zweitmeinungsverfahren soll helfen, eine informierte Entscheidung zu treffen. ÄrztInnen sollen im Zeitraum von mindestens zehn Tagen vor der Operation auf das Recht auf eine zweite Meinung hinweisen. Die für die Zweitmeinung zugelassenen ÄrztInnen dürfen zudem nicht in derselben Praxis oder Klinik arbeiten und sie dürfen nicht an dem Krankenhaus beschäftigt sein, in dem die Operation stattfinden soll.

Weiterführende Informationen beim IQWiG

Die Entscheidungshilfen des IQWiG

 

Geschäftsstelle

Logo Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF)

Sigmaringer Str. 1 in 10713 Berlin
Telefonzeiten:
Montag bis Freitag
10 bis 12 Uhr
Tel.: 030 – 863 933 16
Fax: 030 – 863 934 73
E-Mail: buero@akf-info.de

Social Media